Eine Woche Relaxen in Näset
am Rosjön See
in einem Ferienhaus. Ruhe und Entspannung (und das Fehlen
einer Internetverbindung) können so schön sein. Ein Tagebuch der heilsamen
Langeweile:

Sa. 20.7.

Ankunft gegen 16:00 – Lars zeigt uns das Nötigste – wir
fahren eine Runde mit dem Ruderboot raus – lesen noch ein bisschen “am
Strand” – ich genieße ein litauisches Bier – es gibt Spaghetti mit Lachs
und Dill zum Abendessen (und lettische Gurken mit Dill)

So. 21.7.

Wir schlafen lange und lesen noch im Bett – gegen 12:00
fahren wir los, um Eksjö zu erkunden und Würmer zu kaufen – Würmer gibt’s erst
morgen wieder im Angelladen – wir probieren es mit Mais und Speck für die
Köderfische und mit Blinkern für den Hecht – ohne jeglichen Fang fahren wir
zurück – dafür bin ich beim Schnorcheln mit der GoPro um so erfolgreicher:
Muscheln, Krebse, Barsche – Annette macht frittierte Kartoffelecken à la Dedy
(unser Koch auf Bali), dazu Hering in Senf-Dill-Soße (und lettische Gurken mit
Dill) – noch ein paar Aufnahmen vom See in der Dämmerung (auch um Mitternacht
ist es noch nicht völlig dunkel!)

Mo. 22.7.

Sehr lange ausschlafen – Frühstück kurz vor 12:00 beendet –
Neddi schläft gleich noch mal für zwei Stunden ein – endlich Würmer kaufen in
Eksjö (und nach zwei Tagen doch mal wieder Verbindung mit dem Internet, vor
einem Hotel stehend auf der Straße) – Angeln auf Köderfische vom Land aus und
vom Boot (3 Treffer, einer nach 5 min tot), alle taufe ich Uwe (Barsch-el) –
nach dem Grillen (Köttbullar, Spare Ribs, Mais) wieder mit dem Boot raus, um zu
Blinkern und einen der Uwes am Rücken aufgespießt als Hechtköder zu verwenden –
ich finde das fürchterliche Tierquälerei und beide Uwes werden nach einiger
Zeit wieder freigelassen – in Zukunft fangen wir Fische nur noch direkt mit
Ködern wie Brot, Mais und notfalls Würmern oder halt mit Blinkern

Di. 23.7.

Auf zur Elchsafari in den Älgpark nach Tuna – wir nehmen
tolle Fotos, viele Elchknutsche und einen Latz für Quentin mit nach Hause – am
Rückweg Stopp beim Katthult Hof; schöne Erinnerung an die Michel-Serie – in
Hult dann noch kurzer Halt bei Smålands Delikatesser (bald starten wir unser
neues Online-Album „Eat & Travel“) – haben dann noch die überlebenden
Würmer wieder freigelassen

Mi. 24.7.

Tagesaufgabe: Nichtstun – d.h. frühstücken, lesen,
schwimmen, grillen, angeln (nur mit Blinker und natürlich erfolglos), auf den
See starren – und nicht zu vergessen: Zeit miteinander verbringen und reden –
ein sehr schöner Tag

Do. 25.7.

Ewig lange schlafen, frühstücken, lesen – allmählich werden
wir träge und faul – sehr schön! – noch mal nach Eksjö zum Einkaufen, letzte
Souvenirs besorgen, über Internet (stehend auf der Straße) schon mal ein Hotel
für Kopenhagen gebucht – nach über 25 Grad gestern und heute gab es gegen Abend
ein Gewitter, nachdem es angeblich den ganzen Juli noch nicht geregnet hatte

Fr. 26.7.

Na was wohl: lange schlafen usw. – leider aber auch erste
Reinigungs-/ Einpackarbeiten, da es morgen weiter und allmählich Richtung
Heimat geht – abends Bauchbeobachtung auf dem Sofa: Quentin a.k.a. Mr. Q
traktiert Annette nun mit schöner Regelmäßigkeit von innen, was man von außen
nicht nur spüren, sondern sogar sehen kann!

Sa. 27.7.

Abfahrt: Auf dem Weg zu Mamas Jugendfreundin Ann-Marie in
Bjärnum noch ein kleiner Umweg über das Glasriket Outlet in Kosta (viel zu
teuer, deshalb doch kein Glas gekauft), abends weiter nach Kopenhagen – toller Ausblick
vom 14 Stock des Hotels

So. 28.7.

Sightseeing Kopenhagen – Zwischenstopp in Büdelsdorf bei
Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal bei der Nichte des im 2. Weltkrieg
abgeschossenen Piloten, mit dem meine Oma mal verlobt war (crazy world!) –
Nachtquartier bei meinem lieben Freund Frank und seiner Doreen in Hamburg

Mo. 29.7.

Ab nach Hause! Schön war’s!