Nach vier Tagen Wochenende (Kurzarbeit macht’s möglich) bin ich ausnahmsweise mal wieder zurückgekehrt an meinen Arbeitsplatz, aber natürlich nur exakt von 8:30 bis 16:10 (wir haben 40 Minuten Mittagspause) – Überstunden sind schließlich tabu. Und wir wollen den Steuerzahler (also uns selbst) ja nicht bescheißen. Allerdings komme ich mir als Siemens-Mitarbeiter (und Steuerzahler) trotzdem irgendwie verarscht vor: Die Arbeit wird unmerklich weniger, die Arbeitszeit und das Gehalt dagegen schon. Nun könnte man meinen, dass ab Februar, wenn zumindest an meinem Standort die Kurzarbeit vorbei ist, wieder alles besser wird. Aber Vorsicht! Auch das ist nur eine trügerische Sicherheit des Siemens-Verarsche-Plans. Denn bei uns rollt jetzt die Entlassungswelle an. Oder schöner ausgedrückt: es werden den Mitarbeitern Auflösungsverträge angeboten. Sie sollen dann ein paar Euros nehmen und sich auflösen. Ihre Arbeit übernehmen dann wir vorerst Unauflösbaren – bis wir uns zwischen Unterstunden und Überarbeit sowie – es sei uns Jungen gegönnt – persönlichem Ehrgeiz selbst auflösen. Oder man löst sich zu einer anderen Firma hin. Aber das wäre auch nur ein Umlösen, denn wenn ich mir die Situation im Freundeskreis anschaue, läuft es andernorts ähnlich. Da hilft dann nur noch die …lösung – für unser Management. Huch – jetzt bin ich schon ganz aufgelöst vor lauter Ärger. Ich hör besser auf… smiley